Atommüll: Das „dreckige“ Erbe von EnBW und Co Vortrag und Diskussion mit Jörg Schmid (IPPNW)

Wer bezahlt die Ewigkeitsschäden?
Die Atomkonzerne jubeln: RWE, EnBW, E.ON und Vattenfall sind vollständig aus der Verantwortung für den gesamten Atommüll entlassen worden – gegen eine nur vergleichsweise geringe Einmalzahlung von 23,3 Milliarden Euro. Im Konsens zwischen der vergangenen Großen Koalition und den Grünen wurde das Verursacherprinzip gekippt: Zukünftig werden nun alle Kosten für den Atommüll vom Steuerzahler übernommen – die lange Geschichte der besonderen Privilegierung der Atomindustrie setzt sich so bis heute nahtlos fort.

Wohin mit dem Müll?
Im Mai 2017 ist das Endlagergesetz in Kraft getreten. Es sieht vor, dass bis zum Jahr 2031 der Standort für ein unterirdisches Endlager feststehen soll, in dem die hochradioaktiven Hinterlassenschaften der deutschen AKWs verwahrt werden können. Bereits 2050 soll die Lagerung beginnen. Dieser Zeitplan scheint völlig unrealistisch. Ebenso sind wir Bürger, entgegen den Beteuerungen der Politik, nur unzureichend an der Endlagersuche beteiligt.

Der in mehreren atomkritischen Verbänden (z.B. IPPNW) aktive Arzt Dr. Jörg Schmid bilanziert kritisch das bisherige Endlagerverfahren. Er entwickelt dabei auch Thesen zum weiteren Umgang mit dem atomaren Erbe und stellt diese in seinem Vortrag zur Diskussion. Ein Schwerpunkt seiner Überlegungen ist dabei die Frage nach der Gerechtigkeit gegenüber zukünftigen Generationen.

Mittwoch, 12. September 2018 Beginn: 19:30 Uhr Gasthaus „Zum Bären“ Bietigheim-Bissingen, Holzgartenstr. 1
Eine Veranstaltung von: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Ortsgruppe Bietigheim-Bissingen