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Ganz Aktuell
BBMN-Kritik an Reaktor-Drosselung 21. März Kundgebung in Neckarwestheim [08.03.10] Der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN) kritisiert, dass -wie heute gemeldet- der Energieversorger EnBW das Atomkraftwerk Neckarwestheim I gedrosselt am Netz halten will bis im Herbst das Energiekonzept der Bundesregierung steht. Wenn das Kraftwerk auf 250 Megawatt gedrosselt gefahren werden kann, zeigt das: Der Strom von Block I wird überhaupt nicht gebraucht. Der Uralt-Reaktor Neckarwestheim I trägt jetzt schon weniger als 1% zur deutschen Stromversorgung bei, gefährdet aber im Falle eines Unfalls ganz Baden-Württemberg. Der BBMN fordert deshalb die EnBW auf, statt die Abschaltung der erdbebengefährdeten Anlage weiter hinauszuzögern, endlich Priorität auf Sicherheit und nicht auf Profit zu legen. Außerdem wird das Strecken des Stromkontingents bis in den Herbst nicht ausreichen. Das Energiekonzept der Bundesregierung muss erst in Gesetzesform gegossen werden und durch Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Ob bis dahin die Regierung noch eine Bundesratsmehrheit hat, ist ungewiss. Die EnBW wäre gut beraten, sich nicht auf diese ungewissen Szenarien zu verlassen, sondern den Kurs umzusteuern: Weg vom Atom, hin zu den erneuerbaren Energien! Bürgerinitiativen und Verbände werden weiter Druck auf die Energiekonzerne und die Politik ausüben. Es muss deutlich werden: Wir wollen die Abschaltung! Antiatombewegung ist derzeit ganz besonders wichtig! Im Mittelpunkt steht die geplante Kundgebung in Neckarwestheim am 21. März. (Infos unter www.endlich-abschalten.de) Und auch weitere Aktionen sind vorgesehen. So wird am 24.4. das ebenfalls zur Abschaltung anstehende AKW in Biblis umzingelt, außerdem werden derzeit Aktionen bei der EnBW-Hauptversammlung am 29.4. in Karlsruhe überlegt.
Viel zu sehen [30.01.2010] Bilderbogen zu den Veranstaltungen der letzten Tage
Dreikönigskundgebung am 06.01.2010 [07.01.2010] Unsere Dreikönigskundgebung gegen Atomenergie heute vormittag war ein großer Erfolg. Etwa 200 Atomkraftgegner versammelten sich um 10.30 Uhr vor dem Stuttgarter Opernhaus, wo um 11 Uhr die traditionelle Dreikönigskundgebung der Bundes-FDP begann. Trotz der Kälte gutgelaunt, trugen viele der Teilnehmer Antiatom-Königskronen und wärmten sich an den atomkritisch umgedichteten bekannten Liedern der Musiker rund um Uli Stiefel. In zwei Redebeiträgen wurde die FDP aufgefordert, endlich Fakten zu schaffen und die Atomkraftwerke, allen voran Neckarwestheim I, abzuschalten. schließlich trage dieser Uralt-Reaktor weniger als 1% zur deutschen Stromversorgung bei. Besonderer Höhepunkt der etwa 40minütigen Kundgebung war der Auftritt einer als Heilige Drei Könige verkleideten Performance-Gruppe. Sie überreichten in einem dramatischen Auftritt dem mit "FDP" gekennzeichneten Kind in der Krippe Plakate mit Forderungen für eine Energiewende. Als dann die reale FDP-Prominenz, darunter Parteichef Westerwelle sowie die Bundesminister Niebel, Brüderle und Rösler den Weg vom nahen Schlossgartenhotel zum Opernhaus nahm, kamen sie direkt an unserer Demonstration vorbei und bemerkten das bunte Treiben und die Plakate mit unseren Forderungen. Begleitet von lauten Sprechchören "Abschalten", nahm sich Westerwelle Zeit für ein paar kurze Worte. Abgeschlossen wurde unsere Veranstaltung von einer "Grabreden"-Aktion der Grünen Jugend Baden-Württemberg. Danke an alle Teilnehmenden und Mitwirkenden und: Wenn nicht abgeschaltet wird, dann kommen wir nächstes Jahr wieder! Fotos von der Aktion sind zu finden unter: http://www.cshare.de/folder/f799e3648abe814e35439106ef605533 Der Beitrag in der heutigen Tagesschau von 12 Uhr kann hier angesehen werden: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video632830.htmlHeilbronn: Atomkraftgegner spielen Evakuierung [04.01.2010] Die Energiewende Heilbronn, Mitglied im BBMN, führte am 12. Dezember eine symbolische Evakuierung nach Nürtingen durch. Hintergrund waren die bestehenden Katastrophenschutzpläne für den Fall eines Großunfalls im Atomkraftwerk Neckarwestheim. Hier den Nachbericht aus der Heilbronner Stimme vom 14.12.09: Es war ein Spiel. Und doch war es bitter ernst gemeint. 30 Atomkraftgegner vom Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn führten am Samstag vor Augen, wie eine plötzliche Evakuierung vonstatten gehen könnte. Horkheim, das steht im Katastrophenplan des Landes, wird im Fall eines Gaus, eines größt anzunehmenden Unfalls im Kernkraftwerk Neckarwestheim, nach Nürtingen evakuiert. Die Lauffener sollen sich auf den Weg nach Schwäbisch Hall machen, Flein fährt nach Künzelsau, Nordheim nach Öhringen. Die Heilbronner spielten den Fall Horkheim durch und fuhren nach Nürtingen. In Bademantel, mit Wärmflaschen unterm Arm, Kuscheltieren in Tierkäfigen, den Rasierschaum noch im Gesicht trafen sie sich zu ihrer ungewöhnlichen Demonstration auf dem Hauptbahnhof. Unterwegs verteilten sie Flugblätter, die ihren verblüffenden Auftritt erklärten. In Nürtingen überraschten sie mit der Information, dass die Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb im Notfall 4100 Horkheimer aufnehmen müsste. Bilder von der Aktion gibt es unter www.energiewende-hn.de
BBMN-Replik auf Gönner - Neckarwestheim nur 1% der deutschen Stromproduktion [10.12.09] BBMN-Pressemitteilung vom 10.12.09 Die Bundesregierung will im Herbst 2010 ein Energiekonzept vorlegen, in dem auch über die Zukunft der Atomenergie in Deutschland entschieden wird. Nach der derzeitigen Rechtslage hat aber Block I des Atomkraftwerks Neckarwestheim (GKN I) nur noch eine kleine Reststrommenge, die in den nächsten Monaten aufgebraucht ist. Nun hat die Umweltministerin von Baden-Württemberg, Tanja Gönner (CDU) gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" gefordert, dass die Türen für GKN I offen zu halten seien. Es solle jetzt -also vor Vorliegen des Energiekonzeptes- über eine Laufzeitverlängerung für diesen Altreaktor verhandelt werden. Vergleiche hierzu: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2310918_0_2147_-umweltministerin-will-neckar westheim-retten.html Dazu erklärt der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN), der Dachverband der Antiatominitiativen rund um das Atomkraftwerk Neckarwestheim: Neckarwestheim I hat mehrere Schwachstellen, die für die Sicherheit Bedeutung haben. Das sind insbesondere die unzureichende Erdbebensicherheit, die Gefahr von Hohlräumen im Untergrund und die fehlende Auslegung gegen den Absturz eines Großflugzeuges. Außerdem besitzt Neckarwestheim I als einziger deutscher Druckwasserreaktor nur drei Kühlkreisläufe statt der sonst üblichen vier. Deshalb sollte Neckarwestheim I baldmöglichst vom Netz. Überdies trägt das Kraftwerk mit 3787 Gigawattstunden in 2008 weniger als 1 % zur deutschen Stromproduktion bei. Es ist also verzichtbar - ein Großstörfall hingegen würde halb Baden-Württemberg unbewohnbar machen. Der Vorstoß von Umweltministerin Gönner ist zurückzuweisen. Neckarwestheim I muss abgeschaltet werden. Wegen weniger als 1 Prozent der deutschen Stromproduktion muss nicht das Risko eingegangen werden, dass Baden-Württemberg unbewohnbar wird.
Seit 30 Jahren Störfälle - Trauriges Jubiläum [28.03.09] Im März 1979 kam es im Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg zu einem dramatischen Störfall, der fast zur kompletten Kernschmelze führte. Nach nur 8 Monaten Betrieb war das Kraftwerk vollständig zerstört und ging nicht mehr in Betrieb. Die Atomkraft hatte ihre Unschuld vollends verloren. Gerne wird menschliche Versagen als Ursache genannt. Tatsächlich aber beherrschen die Menschen die Technik nicht und beide, Mensch und Technik, können nur Versagen.
Nicht vergessen: Ministerpräsidenten Erwin Teufel 1986: [01.02.09] "Die Weichen für Alternativen zur Kernkraft müssen heute gestellt werden und nicht erst im Jahr 2000. Jetzt muss erforscht und entwickelt werden, was später in Serie genutzt werden soll. Die Zukunft gehört nicht der Kernkraft, weil kein Mensch mit so großen Risiken leben will, wenn es risikoärmere, gefahrlosere Arten der Energieerzeugung gibt." |