In unseren Städten und Dörfern sehen wir immer mehr Fotovoltaikanlagen auf den Dächern. In ganz Deutschland sind inzwischen circa 17000 Megawatt Solarstromanlagen am Netz. Das heißt, wenn die Sonne richtig scheint, trägt die Fotovoltaik mehr als 20mal soviel zur Stromversorgung bei wie das altersschwache Atomkraftwerk Neckarwestheim I. Auch bei der Windkraft in Baden-Württemberg gibt es Fortschritte. Sichtbarstes Beispiel dafür ist die Baugenehmigung für das Windrad in Ingersheim, nur wenige Kilometer von Neckarwestheim entfernt.
Die Erneuerbaren sind inzwischen aus der Stromversorgung nicht mehr wegzudenken. Das ist ein Erfolg, auf den wir stolz sein können. Trotzdem ist die Energiewende noch nicht ganz geschafft. Die Diskussion um die Rolle der Fotovoltaik bei den letzten Strompreiserhöhungen ist erst ein Vorgeschmack auf zukünftige Auseinandersetzungen. Spätestens dann, wenn tatsächlich Atomkraftwerke in großer Zahl wegen den Erneuerbaren herunterfahren müssen, wird die konventionelle Energiewirtschaft den Einspeisevorrang für die Erneuerbaren Energien in Frage stellen und auch einen Deckel auf den Zubau neuer Solaranlagen fordern. Wenn nicht bald die ersten Meiler vom Netz gehen, dann stehen uns noch harte Auseinandersetzungen bevor. Weiterlesen »
Kategorie: Allgemein, Rundschreiben | Erstellt am Dienstag 8. Februar 2011
Wenn wir auf das Jahr und auch auf die letzten Wochen zurückblicken, dann erkennen wir, dass sich neben allem Spektakulären auch etwas anderes getan hat: Es gab dezentral an vielen Orten rund um das Atomkraftwerk Neckarwestheim Aktionen und Veranstaltungen, die gezeigt haben, dass der Widerstand in der Region verwurzelt ist. Weiterlesen »
Kategorie: Rundschreiben | Erstellt am Mittwoch 29. Dezember 2010
Es hat sich in letzter Zeit viel getan. Wir Bürgerinitiativen rund um Neckarwestheim und unsere Bündnispartner haben dieses Jahr mehrere Großdemonstrationen und viele kleine Einzelaktionen erfolgreich organisiert. Auch mit Blick auf Deutschland ist erkennbar, dass die Antiatombewegung an Stärke gewonnen hat. Im Frühjahr die Menschenkette im Norden sowie die Großdemo in Biblis, die Berliner Kundgebung im September, die “Kettenreaktion Bayern” in München und auch die aktuellen Aktionen bei den diesjährigen Castortransporten zeigen: Es bewegt sich etwas! Menschen organisieren sich, gehen auf die Straße und leisten Widerstand. Es ist großartig, wie das doch eher abstrakte Energiethema die Leute bewegt. Es gibt inzwischen Antiatomgruppen und -aktionen z.B. in Flensburg kurz vor der dänischen Grenze oder auch in Kulmbach in Oberfranken – alles Standorte, die selbst keine Atomanlagen haben. Es gibt bundesweite Antiatominitiativen wie “ausgestrahlt” oder “Campact”, die inzwischen hundertausende Menschen in ihren Verteilern haben, die genauso denken wie wir. Es tut sich was in diesem Land- und das sollten die Energiekonzerne und die Politiker gut hören! Weiterlesen »
Kategorie: Rundschreiben | Erstellt am Dienstag 9. November 2010