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BBMN-Rundschreiben vom 17. Juni 2011 – ONLINE-Ausgabe

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Kategorie: Rundschreiben | Erstellt am Freitag 17. Juni 2011

BBMN-Rundschreiben vom 30. April 2011 – ONLINE-Ausgabe

Nun ist alles wieder möglich. Die Bundesregierung hat versprochen, im Juni neu zu entscheiden, wie es mit der Atomkraft in Deutschland weitergeht, die Kanzlerin verspricht eine neue Politik. So unterstrich Angela Merkel z.B. in einem Interview in der „Bild am Sonntag“, die Atom-Katastrophe von Fukushima habe auch ihre persönliche Haltung zur Kernkraft und ihren Risiken verändert: „Auch ich habe dazugelernt.“ Den Weiterbetrieb der für drei Monate abgeschalteten Atommeiler würde sie allein von den Ergebnissen der Sicherheitsüberprüfung abhängig machen.

Wir werden genau beobachten müssen, ob die alten Meiler tatsächlich dauerhaft abgeschaltet bleiben. Eine echte Sicherheitsüberprüfung kann nur zu diesem Ergebnis führen. Wir erwarten aber auch Konsequenzen und einen Sofortausstieg für die neuen Atomkraftwerke. Auch diese sind eine potentielle Gefahr für die Bevölkerung – zumal wenn sie auf geologisch unsicherem Gelände stehen so wie der Block II in Neckarwestheim.

Wir haben kein Verständnis für Äußerungen wie die des SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier im „Hamburger Abendblatt“. Der frühere Kanzlerkandidat sprach sich dort für einen Ausstieg erst 2020 aus, das von den Grünen favorisierte Ausstiegsdatum 2017 lehnte er ab. Außerdem verteidigte er die Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen bei der Ökosteuer. Solche Äußerungen von Spitzenpolitikern sind verheerend und bereiten der Lobbyarbeit der Atomkonzerne den Weg. Sowohl 2020 als auch 2017 kommen als Abschaltdatum zu spät. Die Subventionierung von energieintensiven Unternehmen (ca 75% des deutschen Stromverbrauches benötigen Industrie, Verkehr, öffentliche Einrichtungen und Gewerbe) muss auch sofort beendet werden. Wir brauchen eine schnelle, umfassende Energiewende – bevor Fukushima auch bei uns passiert. Weiterlesen »

Kategorie: Archiv BBMN, Rundschreiben | Erstellt am Samstag 30. April 2011

BBMN-Rundschreiben vom 21.März 2011 – ONLINE-Ausgabe

Es ist schrecklich, was wir an den havarierten Reaktoren von Fukushima beobachten müssen. Nicht nur ein, sondern mehrere Atomkraftwerke sind außer Kontrolle geraten und die Umwelt wird radioaktiv verseucht. Unser Mitgefühl gilt den Anwohnern und allen Opfern, die erkranken und in den nächsten Jahrzehnten noch wegen dieser Katastrophe erkranken werden. Es hätte genauso uns treffen können. Auch wir hier in der Region rund um Neckarwestheim sind Nachbarn von Atomkraftwerken, auch hier kann jederzeit ein Großstörfall passieren.

Jetzt ist es erst recht wichtig, dass wir uns gegen diese ungeliebten Nachbarn wehren. Wir wollen, dass beide Blöcke in Neckarwestheim dauerhaft abgeschaltet werden. Block I ist zwar heruntergefahren, aber bisher steht die Bestätigung der endgültigen Stilllegung durch die EnBW noch aus. Die Aussage eines bald abgewählten Ministerpräsidenten reicht uns nicht aus, um uns hier in Sicherheit wiegen zu können. Auch Block II in Neckarwestheim muss stillgelegt werden. Der Untergrund, auf dem er steht, ist unsicherer als das Gestein unter Block I. Neckarwestheim II steht auf einer geologischen Störung. Dort sind Hohlräume zu vermuten. Auch hier gibt nur Abschaltung endgültige Sicherheit. Und: Wir wollen, dass ALLE Atomkraftwerke in Deutschland und Europa  (dauerhaft, ein Moratorium ist zu wenig) vom Netz gehen. Alle sind eine Gefahr für Gesundheit und Leben der Menschen. Wir sind solidarisch mit den Menschen, die sich gegen Atomkraft wehren. Überall! Weiterlesen »

Kategorie: Rundschreiben | Erstellt am Dienstag 29. März 2011