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Eine kurze Übersicht der vergangenen Aktivitäten des BBMN e.V.

 

Anti-Atomkraft-Kundgebung
Samstag, 4. Juli 2009, Atomkraftwerk Neckarwestheim Demo090704
Etwa 1600 Atomkraftgegner haben am Samstagnachmittag gegen das Atomkraftwerk Neckarwestheim demonstriert. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach einer Abschaltung des 1976 in Betrieb gegangenen Block I in Neckarwestheim. Die Veranstaltung war damit die größte in Neckarwestheim seit den Anti-Zwischenlagerdemonstrationen vor fast 10 Jahren.
Neben musikalischen Beiträgen und Grußworten aller beteiligten Organisationen stand ein Vortrag von Ursula Sladek, Geschäftsführerin des Ökostrom-Versorgers EWS Schönau im Mittelpunkt. Sladek verwies darauf, dass eine längere Laufzeit für die Atomkraftwerke des Ausbau der erneuerbaren Energien behindere. Nun seien Weichenstellungen für eine Energiewende notwendig. "Kämpft dafür bis zur Wahl", gab Sladek den versammelten Teilnehmern mit.
04Juli09_1 Verschiedene Informations- und Verpflegungsstände sowie ein Luftballonstart rundeten die Veranstaltung ab.
Die Organisationen des Trägerkreises sind zufrieden mit dem Ablauf der Kundgebung in Neckarwestheim. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, ein Bündnis aus Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und atomkritischen Parteien zu gründen. Die Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden.
Die Grußworte der beteiligten Trägerorganisationen wurden gesprochen von:
a) Olaf Tschimpke (Präsident Naturschutzbund Deutschland (NABU))
b) Berthold Frieß (Landesgeschäftsführer BUND Baden-Württemberg)
c) Nikolaos Sakellariou (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Naturfreunde in Baden und Württemberg, MdL)
d) Wolfram Scheffbuch (Vorsitzender Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN))
e) Jürgen Trittin (Spitzenkandidat für die Bundestagswahl Bündnis90/Grüne)
f) Hermann Scheer (MdB SPD)
g) Heike Hänsel (MdB DIE LINKE)
h) Prof. Dr. Klaus Buchner (Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP))
siehe auch Webseite zur Kundgebung
www.endlichabschalten.de

Tschernobyl-Jahrestag
Sonntag, 26. April 2009, Parkplatz vor dem Atomkraftwerk Neckarwestheim
heute fand unsere Mahn- und Gedenkaktion anlässlich des 23. Tschernobyl-Jahrestages vor dem Atomkraftwerk Neckarwestheim statt. Etwa 200 Menschen nahmen bei sonnigem Frühlingswetter an der Kundgebung teil. Damit wesentlich mehr als in den Vorjahren. Viele Fahnen, Transparente und symbolische Strahlenmüllfässer wiesen auf die Gefahren der Atomenergie hin. Eine Ausstellung mit Schautafeln "Tschernobyl: Verseuchtes und verlassenes Land" erinnerte an die Katastrophe von 1986.
Verschiedene Redebeiträge erinnerten nicht nur an den damaligen Reaktorunfall in der Ukraine, der große Gebiete bis heute radioaktiv verstrahlt hat. Sondern es ging auch um aktuelle Gefahren der Atomkraft, die Neubaupläne der großen Energiekonzerne in Europa, um die verheerenden Umweltfolgen des Uranabbaus und auch um die aktuelle Laufzeitverlängerungsdiskussion. Für alle Teilnehmer war klar: Die Konsequenz aus Tschernobyl heißt: Sofortige Abschaltung aller Atomanlagen weltweit. Eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer von   Tschernobyl schloss die Veranstaltung ab.
Es war ermutigend, dass so viele den Weg nach Neckarwestheim gefunden hatten (sogar Teilnehmer aus Marburg und der Bodenseeregion waren dabei).  Parallel fand übrigens am Atomkraftwerk Krümmel an der Elbe eine Demonstration mit 1500 Teilnehmern statt.
Wir müssen dieses Jahr weiter aktiv sein und gegen Atomkraft auf die Strasse gehen. Bei der Bundestagswahl im Herbst und den anschließenden Koalitionsverhandlungen wird entschieden, ob es zu einer Laufzeitverlängerung für Neckarwestheim I und die anderen Alt-AKWs kommt. Der nächste Termin ist schon klar: Am Samstag, 4. Juli wird wieder in Neckarwestheim demonstriert. Die Vorbereitungen laufen schon. Termin bitte vormerken.

BBMN-Jahreshauptversammlung
Montag, 20. April 2009 Kirchheim a.N.
 

Infostand von  „Strom ohne Atom“
Samstag, 18. April 2009 auf dem Stuttgarter Schlossplatz
In Zusammenhang mit einer Aktion des Klima- und Umweltbündnis Stuttgart
 

HNPlakat Dokumentarfilm „URANIUM – is it a country?
19. März 2009, Heilbronn
Das neu gegründete Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn den Dokumentarfilm „URANIUM – is it a country?
Eine Spurensuche nach der Herkunft von Atomstrom“, im Universum Arthaus-Kino Heilbronn (Allee 4).
Mit Unterstützung von Umweltverbänden hat die Jugendinitiative "Strahlendes Klima" einen Film über Uranabbau erstellt.
Der Film begleitet das Uran innerhalb Australiens und auf seinem Weg bis zu den Atomkraftwerken in Deutschland und zeigt die alltäglichen Folgen von immensem Wasserverbrauch über kranke Arbeiter bis hin zu strahlenden Transporten, aber auch kreative Proteste gegen diese umstrittene Technologie.
Mehr im Internet unter
www.strahlendesklima.de
Nach der Vorstellung stellte sich Gottfried May-Stürmer vom BUND Heilbronn-Franken den Fragen der Besucher.

 

Vortrag über Umweltschäden durch Uranbabbau
11. März 2009, Kirchheim
Diehl Der Arbeitskreis Kommunalpolitik Kirchheim und der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) hatten in Kirchheim einen Vortragsabend zum Thema Uranabbau veranstaltet. Referent war Peter Diehl vom WISE Uranium Project, der sich schon sehr lange mit der Thematik befasst hat. Diehl nahm die Besucher im gut gefüllten Raum 13 der "Alten Schule" auf kompetente und doch humorvolle Weise mit auf eine Reise durch die Welt in die großen Uranabbaugebiete z.B. in Kanada, Australien oder Kasachstan. Illustriert durch Fotos von den Bergwerken und Uranproduktionsanlagen wurde deutlich: Die Gewinnung dieses Rohstoffs ist mit katastrophalen Umweltauswirkungen verbunden. Nicht nur die Minen erstrecken sich über große Flächen, sondern vor allem auch der Abraum einer Mine kann dutzende von Quadratkilometern beanspruchen. Da das Erz meist weniger als ein Prozent Uran enthält, sind große Mengen des geförderten Gesteins letztendlich Abfall. Das Erz wird zur Herauslösung des Urans mit giftiger Säure oder Lauge versetzt und die nach Abtrennung des Urans entstandenen "Tailings" werden in riesige Absetzbecken geleitet. Insbesondere Gase wie Radon, aber auch andere radioaktive und chemisch giftige Stoffe gelangen von dort aus in das Grundwasser oder auf andere Weise in die Umwelt. Nirgendwo auf der Welt sei, so Diehl, das Problem der Abdichtung dieser -im Gegensatz zu Endlagern für Brennelemente- weithin unbekannten Atommülldeponien zufriedenstellend gelöst worden.

bandeau-cherbourg-2-fr Mahnwache gegen Castor-Transport
8. November 2008, Heilbronn
als Protest gegen den zur Zeit laufenden Atomtransport nach Gorleben haben auch wir kurzfristig eine Mahnwache an der Transportstrecke am Heilbronner Hauptbahnhof durchgeführt. In Heilbronn fährt der Zug mit 11 Atommüllbehältern unmittelbar an Wohnhäusern vorbei. Im Falle eines Entgleisens des Zuges wären unzählige Anwohner von der Strahlung betroffen.

 

 

 

 

Abschalt-Tour zum Atomkraftwerk Neckarwestheim
19. Oktober 2008, Kirchheim - GKN
Mit einem Marsch vom Bahnhof Kirchheim zum Kraftwerk machten wir auf die Gefahren der Atomenergie aufmerksam. An verschiedenen Stationen an der Strecke boten kurze Redebeiträge Fakten über die nukleare Stromerzeugung. Themen waren u.a. die riesigen strahlenden Abraumhalden in den Uranabbaugebieten, krebserregende Emissionen aus dem Kraftwerkskamin und auch Informationen zum bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben. Die Botschaft für die knapp hundert Teilnehmer war klar: Beide Reaktoren in Neckarwestheim müssen abgeschaltet werden. Bei der Schlusskundgebung vor dem Kraftwerkstor wurde diese Forderung auch bildhaft umgesetzt: Ein Riesenschalter wurde symbolisch umgelegt. Eine erfolgreiche kompakte Aktion!

Mahnwache gegen Kinderkrebs Mahnwache 06.04.08 Bietigheim am Kronenplatz
6. April 2008, Bietigheim
Die Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters hat eindeutig festgestellt, dass die Anzahl der Erkrankungen mit zunehmender Nähe zu den Atomkraftwerken steigt. Ursache können nur die Emissionen der Reaktoren sein. Doch die Politik reagiert nicht.An mehreren deutschen Atomkraftwerksstandorten sind deshalb am letzten Sonntag Menschen auf die Straße gegangen und haben Mahnwachen abgehalten. Die Forderung hierbei war klar: Es müssen umgehend Konsequenzen aus den Ergebnissen der Studie gezogen werden. Die Aufsichtsbehörden müssen handeln.Auch wir als Neckarwestheimer Standortinitiative haben uns an den Aktionen beteiligt und protestierten mit einer Mahnwache auf dem Kronenplatz im 10 km entfernten Bietigheim. Neben Infotischen und Transparenten verteilten wir "essbare" Schokokuss-Atomkraftwerke, die gerne von den Passanten "vernichtet" wurden.Zur Kinderkrebsstudie lief am 6. April ein sehr guter und engagierter Fernsehbeitrag im ZDF. Er kann nochmals angeschaut werden. Einfach den Link
www.monalisa.zdf.de anklicken. dann findet sich die Sendung schon auf der Startseite.

 

Die Macht der Stromkunden - Ökostrom für Klimaschutz und Atomausstieg
3. April 2008, Besigheim
Sladek1 Großes Interesse und voller Saal in Besigheim
Der Treibhauseffekt lässt die Temperaturen klettern, die neue Kinderkrebsstudie rückt die Atomkraft ins Zwielicht und die Energiekonzerne treiben die Strompreise nach oben. Für den Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) und das Bündnis Mensch und Umwelt Besigheim (BMU) sind das gute Gründe, sich für eine nachhaltige Energienutzung und für einen Wechsel des Stromanbieters einzusetzen.
Deshalb hatten BBMN und BMU Ursula Sladek, Geschäftsführerin der Elektrizitätswerke Schönau zu einer Informationsveranstaltung nach Besigheim eingeladen. Das Interesse an der Veranstaltung im Sportstättenrestaurant war so groß, dass im Saal die Stühle knapp wurden.
Sladek skizzierte die aktuellen Klimaprobleme, aber auch die Folgen der Atomkraftnutzung. So seien viele Aborigines in der Nähe australischer Uranminen an Krebs erkrankt. Von daher sei eine Energiewende unumgänglich. Das Hauptproblem sei die Energieverschwendung. Sladek: "In Deutschland könnte soviel Energie eingespart werden wie alle deutsche Atomkraftwerke erzeugen." Von daher war ihre Forderung klar: Man solle bewusst mit Energie umgehen und "Standby"-Verluste begrenzen. Für Sladek fängt das mit ganz einfachen Gewohnheiten an: "Beim Kochen gehört ein Deckel auf den Topf." sladek2
Sladek schilderte die Geschichte der Elektrizitätswerke Schönau (EWS), die inzwischen ein Unternehmen mit über 72 000 Kunden sind. Entstanden sind die EWS aus einer Bürgergruppe, die anlässlich der Neuvergabe der Stromkonzession im südbadischen Schönau 1990 sich für eine Übernahme des Stromnetzes eingesetzt hatte. Nach längeren Auseinandersetzungen und zwei Bürgerentscheiden hatte die EWS dann 1997 das örtliche Stromnetz übernommen. Mittlerweile sind in Schönau viele kleine Blockheizkraftwerke und Solaranlagen entstanden und auch jenseits der Gemarkungsgrenzen fördert die EWS alternative Energieerzeugunganlagen und verkauft bundesweit Ökostrom. Ziel der EWS ist ein möglichst breites Umsteuern auf eine umweltfreundliche Stromerzeugung. Sladek formulierte das so "Wir sind keine Stromverkäufer, wir haben Visionen."
Zum Schluss des Vortrags rief Sladek eindringlich zum Wechsel des Stromanbieters auf. Denn für sie liegt auf der Hand: "Jeder Stromkunde, der bei seinem alten Energieversorger bliebt, gibt ihm die Legitimation so weiter zu machen wie bisher."
Nach einer Fragerunde konnten sich die Besucher noch an einem Materialtisch informieren und sich Stromwechselverträge mitnehmen. Die Veranstalter zeigten sich mit dem Abend zufrieden. Wolfram Scheffbuch vom BBMN: "Die Resonanz zeigt uns, dass die Leute weg vom Atomstrom wollen."

Vortrag zur Endlagerung
28. Februar 2008, Nordheim
Der Platz wurde knapp im großen Saal des Naturfreundehauses in Nordheim als der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) und die Naturfreunde am 28.02.08 zur Abendveranstaltung über die atomare Entsorgung einluden. Vor über 40 Besuchern beschrieb Referent Peter Dickel vom Bündnis "AG Schacht Konrad" aus dem niedersächsischen Salzgitter, welche Bemühungen in der Geschichte der Atomkraft schon gemacht wurden, um die strahlenden Hinterlassenschaften in den Griff zu bekommen. Ausführlich schilderte er die Lage am Salzbergwerk und "Versuchsendlager" Asse 2, in dem von 1967 bis 1978 Atommüll eingelagert wurde. Trotz wissenschaftlicher Prognosen, die dem Schacht die Eignung nachwiesen, ist das Bergwerk mittlerweile einsturzgefährdet und Wasser dringt ein. Für Dickel ist dies kein gutes Zeichen für die aktuellen Endlagerprojekte Schacht Konrad und Gorleben. "Wir sind im Grunde wieder am Punkt Null angelangt" ist sein Fazit der letzten dreißig Jahre Atomlagersuche. Er war sich mit den Veranstaltern und einem Großteil der Besucher einig: Es gebe zur Zeit keine sichere Endlagerung. Deshalb dürfe kein weiterer Atommüll mehr entstehen - auch nicht in Neckarwestheim.

SWParty Stromwechselparty
21. September 2007, Heilbronn
Erstmalig in unserer Region fand eine Stromwechselparty statt. Bei Livemusik, Butterbrezeln und Getränken konnten sich dort Interessierte über alternative Stromanbieter, Solaranlagen und an Ständen von Initiativen und Umweltverbänden informieren. In Form von lockeren Interviews zwischen den Musikstücken wurden wesentliche Informationen vermittelt. Veranstalter waren der BUND, B90/Die Grünen und die Lokale Agenda Heilbronn. Der BBMN war mit einem Stand unübersehbar vertreten


 

Weitere Aktivitäten während der letzten Jahre