Atommüll 2017 – Ewigkeitsschäden und andere Kleinigkeiten

Präsentation und Diskussion am 12. Mai 2017 mit Ursula Schönberger vom Projekt atommüllreport.de

Jedes Jahr verursacht der Weiterbetrieb des AKWs Neckarwestheim 2 ca. 50 Tonnen hochradioaktiven Müll. Plutonium entsteht auch dabei. Warum kommen nun noch Castor-Transporte aus Obrigheim dazu? Was passiert hier am Neckar und wohin bewegt sich das Atommüll-Problem bundesweit? Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Bundesregierung Ende 2016 grundlegende Änderungen der Atommüllpolitik in aller Eile durch den Bundestag gepeitscht. Künftig ist allein der Staat für die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle zuständig. Die Energiekonzerne kaufen sich mit einem Festbetrag von maximal 23,5 Mrd. Euro von allen weiteren Verpflichtungen frei, obwohl schon heute klar ist, dass damit die künftigen Kosten nicht gedeckt werden. Gleichzeitig erhalten die Stromkonzerne für die Übertragung der Zwischen- und Endlagerfirmen an den Staat auch noch Steuergelder.
Endet die Nutzung der Atomenergie in einer Finanz- und Atommüll-Katastrophe? Wir schauen hinter die Steckdose! Und auch auf die lokalen Probleme mit dem radioaktiven Abrissmüll auf den Deponien im Kreis Ludwigsburg!

Ursula Schönberger, Politikwissenschaftlerin und Leiterin des Projektes www.atommüllreport.de, informiert über die aktuellen Entwicklungen der Atommüllpolitik, ihre Auswirkungen auf die Freigabe radioaktiver Abfälle und über den Stand der Endlagersuche.

Weitere regionale Infos: www.atomerbe-neckarwestheim.de
Bündnis Neckar castorfrei www.neckar-castorfrei.de

Freitag, 12. Mai 2017, 19.30 Uhr
Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3, Eintritt frei