5.000 Menschen demonstrierten am 11. März 2012 am Atomkraftwerk Neckarwestheim

Etwa 5.000 Menschen demonstrierten am 11. März 2012 am Atomkraftwerk Neckarwestheim anlässlich des Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima. Zu der Kundgebung hatte ein breites Bündnis von Gruppen und Verbänden, darunter der BBMN aufgerufen. Neben dem Gedenken an die Opfer in Japan stand die Forderung nach einem sofortigen Abschalten des noch laufenden Reaktors Neckarwestheim 2 im Mittelpunkt.

Der bunte Demonstrationszug – dekoriert durch viele Fahnen mit Antiatomsonnen- durchquerte zuerst eine Zone der Besinnung, an der ein großer Gong zum Innehalten aufrief. Dort konnten Papierkraniche als japanisches Symbol der Hoffnung abgegeben werden. Im weiteren Verlauf durchliefen die Teilnehmer einen weiteren Aktionsbereich “Sperrzone”. Sirenen und Geigerzählergeräusche erinnerten dort an die notwendige Evakuierung im Falle eines Störfalls auch hierzulande. Besonders eindrücklich: Ein großes Plakat, das maßstabsgetreu die Ausmaße der radioaktiven Sperrzone um Fukushima auf die Region Neckarwestheim übertrug.

Die Abschlussgebung fand auf dem Platz vor dem hinteren Tor des Atomkraftwerks Neckarwestheim statt, umgeben von einer Vielzahl von Info- und Verpflegungsständen. Vier Redebeiträge beleuchteten verschiedenste Aspekte aktueller Atompolitik und der Energiewende und verurteilten die geplante Kürzung bei den Solareinspeisevergütungen Unter anderem forderte die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender, dass Angela Merkel zur „Energiewendekanzlerin” werden müsse.

Untermalt wurde die gelungene Kundgebung neben den Trommelklängen von “Lokomotive Stuttgart” und RoR” von beschwingten Stücken der Gruppe “Auftakt”. Der Nachmittag war ein starkes Zeichen dafür, dass die Antiatombewegung lebt und dass wir mit der Abschaltung der Altmeiler nicht zufrieden sind. Wir wollen die Abschaltung aller Atomkraftwerke!