Atomkraft: Initiativen aus Neckarwestheim rufen auf, MdBs zu kontakten
Die Bürgerinitiativen rund um das Atomkraftwerk Neckarwestheim lehnen das heute beschlossene Energiekonzept der Bundesregierung ab.
Die darin enthaltene Laufzeitverlängerung für alle Atomkraftwerke ist nicht verantwortbar. Ein Weiterbetrieb beider Atomkraftwerke in Neckarwestheim in Vollast führt pro Jahr zu hochradioaktivem Atommüll in Form von circa 100 abgebrannter Brennelemente – das entspricht 5 Castor-Behältern- allein in Neckarwestheim.
Nicht einmal einen Einstieg in den Ausstieg zu signalisieren, ist ein Armutszeugnis für ein Energiekonzept, das für sich den Anspruch erhebt als “umweltschonend” zu gelten.
Einziger Lichtblick ist die beschlossene Brennelementesteuer. Es bleibt zu hoffen, dass diese dazu führt, dass einzelne Reaktoren -wie z.B. Neckarwestheim I- aus wirtschaftlichen Gründen abgeschaltet werden.
Wir rufen alle Bürger dazu auf, die Abgeordneten der Regierungsparteien aus dem Wahlkreis Neckar-Zaber, Harald Leibrecht (FDP) und Eberhard Gienger (CDU) vor der am Freitag stattfindenden ersten Lesung der Atomgesetzänderungen im Bundestag zu kontakten. Per Telefon, Fax und Mail sollen sie aufgefordert werden: “Sprechen Sie sich im Bundestag gegen eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke aus! Setzen Sie sich für ein Energiekonzept ohne Atomenergie ein!” Neckarwestheim liegt im Wahlkreis Neckar-Zaber.
Der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN) ist die Dachorganisation der Antiatomgruppen rund um den Standort Neckarwestheim. Auf vielfältige Weise setzen wir uns für einen sofortigen Atomausstieg und für eine wirkliche Energiewende ein.
Achtung: Am 6. Oktober Antiatom-Landtagsumzingelung in Stuttgart: www.endlich-abschalten.de
Kategorie: Archiv BBMN | Erstellt am Dienstag 28. September 2010

