Archiv für Juli, 2010

Erfolgreiche Demonstration am 24. Juli 2010

Samstag, 24. Juli 2010, Stuttgart

Atomausstieg sofort – regenerative Energiewende jetzt!
Stilllegung der Atomkraftwerke in Neckarwestheim
sowie aller anderen Atomanlagen! www.endlich-abschalten.de

Wer bei unserer Demonstration “Atomausstieg sofort! Energiewende jetzt!”
in Stuttgart nicht dabei war, hat etwas verpasst. Nachdem die Regenschauer pünktlich zum Kundgebungsbeginn sich verzogen hatten, war das Wetter ideal: Nicht zu heiß, teilweise kam sogar die Sonne heraus.
Beeindruckend war die Vielzahl an Fahnen, Transparenten und phantasievollen Verkleidungen: Eine richtig bunte Demo. Erfolgreich verlief auch die Aufstellung einer großen “lebenden” Antiatomsonne.

Durch alle Redebeiträge zog sich durch: Wir wollen keine Laufzeitverlängerung, wir wollen keinen Großkonzern EnBW, sondern eine Energiewende hin zu einer dezentralen, regenerativen und lokal verankerten Energieversorgung.
Besonders beeindruckend war die auf der vorhergehenden Dauermahnwache gebaute “Rote Laterne”, die die Rolle des Schlusslichts symbolisierte, die Baden-Württemberg bei der Windenergie einnimmt. Gemeinsam sangen die Demoteilnehmer dann auch dazu passend zur bekannten Melodie:

“Wir bringen die rote Laterne, die rote Laterne bleibt hier
Dort oben strahlen die Sterne, dort unten strahlen wir
Solarstrom aus, oh welch ein Graus!
Oh Mappus, so dumm. so dumm! (…)”

Musikalisch begleitet wurde das Ganze von der engagiert auftretenden Kapelle “Folk For Fun” aus Güglingen und “Südpol Crew” aus Stuttgart.
Auch Kabarettist Peter Grohmann von den “Anstiftern” aus Stuttgart richtete mit launig-politischen Worten seine Grüße ans Publikum.

Die angepeilte Zahl von tausend Teilnehmern wurde weit übertroffen. Wir können mit der Aktion gestern zufrieden sein und wir haben gezeigt: Mit der Antiatombewegung ist weiter zu rechnen. Auch in Baden-Württemberg.
Vielen Dank an alle Teilnehmer gestern und besonders an alle, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Werbung mitgeholfen haben.

 

 

 
Weitere Bilder der Kundgebung auf www.endlich-abschalten.de

Kategorie: Archiv BBMN | Erstellt am Sonntag 25. Juli 2010

Atomausstieg sofort – regenerative Energiewende jetzt!

 
 

Flyer zur Demo am 24.07.2010 in Stuttgart
Flyer zur Demo am 24.07.2010 in Stuttgart

  

Samstag, 24. Juli 2010, Stuttgart 

 
Stilllegung der Atomkraftwerke in Neckarwestheim sowie aller anderen Atomanlagen!
www.endlich-abschalten.de – Demonstration am 24. Juli 2010
 
 
 
 
 

Statt endlich abzuschalten will die Bundesregierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke noch einmal verlängern. Seit nunmehr 10 Jahren geht es darum, wann und ob die Atomkraftwerke endlich stillgelegt werden, der Atomausstieg auch tatsächlich kommt. 

Uns reicht es! Atomkraft ist keine notwendige Brückentechnologie, wie es uns die Bundes- und gerade auch die Landesregierung weismachen will. Die Energiewende ist technisch längst möglich. Sie muss jedoch gegen die vier Energiekonzerne RWE, EON, Vattenfall und EnBW durchgesetzt werden. 

Diese wollen ihre Atomkraftwerke noch jahre- und jahrzehntelang weiter betreiben und einen täglichen Gewinn von einer Million Euro pro abgeschriebenem Atomkraftwerk kassieren. Die Kosten für die Endlagerung des strahlenden Mülls zahlen hingegen die heutigen und alle zukünftigen Generationen. 

Wir wollen die regenerative Energiewende jetzt: Der Weiterbetrieb von Neckarwestheim und allen anderen Atomkraftwerken verhindert eine rasche Energiewende. Die Atomkraftwerke, ja alle fossilen Großkraftwerke haben einen unzureichenden Wirkungsgrad und sind eine umweltverschmutzende Risikotechnologie. Statt Abhängigkeit und Konzernmacht wollen wir Entwicklung, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Keine faulen Kompromisse – Energiewende jetzt! 

Keine weitere Atommüll-Produktion: Jedes Jahr erzeugen allein die beiden Neckarwestheimer Atomkraftwerke über 30 Tonnen an hochgiftigem und für Jahrtausende strahlenden Atommüll. Eine sichere „Endlagerung„ kann und wird es nie geben. Der Atommüll soll für 40 Jahre in den Tunnelröhren in Neckarwestheim „geparkt„ werden. Und dann? Ein Endlager in Neckarwestheim? Die Skandale um die sogenannten Endlagerstandorte Morsleben, Asse und Gorleben zeigen: Das Problem des Jahrmillionen strahlenden Atommülls ist völlig ungelöst. 

Rote Laterne für die Landesregierung: Bei der Windenergie ist Baden-Württemberg das bundesweite Schlusslicht! Systematisch wird seit Jahrzehnten deren Anwendung politisch behindert. Dabei gibt es Bundesländer die bereits einen großen Teil ihres Strombedarfes mit Wind decken. Niedersachsen zu 23%, Brandenburg 38%, Schleswig-Holstein 40%, Mecklenburg-Vorpommern 41% und Sachsen-Anhalt 47%, Ba-Wü 0,81%(!). (Quelle dewi) 

Weg von der ENBW: Dezentrale und bürgernahe Strukturen mit eigenen Stadtwerken und mit erneuerbaren Energien sind bereits heute effektiv und wirtschaftlich realisierbar. Sie lassen die Wertschöpfung bei den Bürgern und erlauben eine demokratische Kontrolle. Wir unterstützen deshalb den Kampf für kommunale Stadtwerke in Stuttgart. 

Mitmachen! Dem Atomausstieg auf die Beine helfen!
Atomausstieg jetzt – keine Laufzeitverlängerungen!
 


Wer mit diesem Aufruf und mit seiner Organisation zu der Kundgebung aufrufen möchte und die Aktion mittragen will, meldet sich bitte beim
BBMN. 

Kategorie: Archiv BBMN | Erstellt am Sonntag 18. Juli 2010

Erfolgreiche Mahnwache gegen Atomstromer

Sonntag, 18. Juli 2010, Kirchheim am Neckar

Es sollte ein ungestörtes Fest anlässlich “100 Jahre Stromversorgung in
Kirchheim am Neckar” werden und das Image der EnBW-Tochter ZEAG
aufpolieren. Doch dem Auftritt der Atomstromer in Kirchheim, das in
unmittelbarer Nähe der beiden Neckarwestheimer Reaktoren liegt, haben
wir heute morgen mit einer erfolgreichen Mahnwache einen Strich durch
die Rechnung gemacht. Circa dreißig Atomkraftgegner aus Kirchheim und
Umgebung, darunter auch viele Aktivisten aus Heilbronn, das ebenfalls
zum ZEAG-Konzessionsgebiet gehört, waren mit Fahnen und Transparenten
und sogar mit einem täuschend echt aussehenden Atommüllfass am Vormittag
präsent und empfingen die eintreffenden Besucher des Festaktes. Es
wurden Flugblätter verteilt, die die Besucher darüber informierten, dass
die ZEAG ein EnBW-Tochterunternehmen ist und auch direkt am
Atomkraftwerk Neckarwestheim beteiligt ist. Außerdem wurde klargestellt:
ZEAG-Strom hat einen Atomstromanteil von 69%. Der bundesweite
Durchschnitt hingegen liegt bei 25%.

Vielen Dank an alle, die sich an der Mahnwache beteiligt haben.

Kategorie: Archiv BBMN | Erstellt am Sonntag 18. Juli 2010