Heilbronn: Atomkraftgegner spielen Evakuierung
Samstag, 12. Dezember 2009, Heilbronn
Die Energiewende Heilbronn, Mitglied im BBMN, führte am 12. Dezember eine symbolische Evakuierung nach Nürtingen durch. Hintergrund waren die bestehenden Katastrophenschutzpläne für den Fall eines Großunfalls im Atomkraftwerk Neckarwestheim. Hier der Nachbericht aus der Heilbronner Stimme vom 14.12.09:
Es war ein Spiel. Und doch war es bitter ernst gemeint. 30 Atomkraftgegner vom Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn führten am Samstag vor Augen, wie eine plötzliche Evakuierung vonstatten gehen könnte.
Horkheim, das steht im Katastrophenplan des Landes, wird im Fall eines Gaus, eines größt anzunehmenden Unfalls im Kernkraftwerk Neckarwestheim, nach Nürtingen evakuiert. Die Lauffener sollen sich auf den Weg nach Schwäbisch Hall machen, Flein fährt nach Künzelsau, Nordheim nach Öhringen.
Die Heilbronner spielten den Fall Horkheim durch und fuhren nach Nürtingen. In Bademantel, mit Wärmflaschen unterm Arm, Kuscheltieren in Tierkäfigen, den Rasierschaum noch im Gesicht trafen sie sich zu ihrer ungewöhnlichen Demonstration auf dem Hauptbahnhof. Unterwegs verteilten sie Flugblätter, die ihren verblüffenden Auftritt erklärten. In Nürtingen überraschten sie mit der Information, dass die Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb im Notfall 4100 Horkheimer aufnehmen müsste.
Bilder von der Aktion gibt es unter www.energiewende-hn.de
Kategorie: Archiv BBMN | Erstellt am Montag 4. Januar 2010


