Archiv für März, 2009

Seit 30 Jahren Störfälle – Trauriges Jubiläum

Im März 1979 kam es im Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg zu einem dramatischen Störfall, der fast zur kompletten Kernschmelze führte. Nach nur 8 Monaten Betrieb war das Kraftwerk vollständig zerstört und ging nicht mehr in Betrieb. Die Atomkraft hatte ihre Unschuld vollends verloren. Gerne wird menschliche Versagen als Ursache genannt. Tatsächlich aber beherrschen die Menschen die Technik nicht und beide, Mensch und Technik,  können nur Versagen.

Kategorie: Allgemein | Erstellt am Samstag 28. März 2009

Dokumentarfilm „URANIUM – is it a country?

Heilbronn, 19. März 2009

Das neu gegründete Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn den Dokumentarfilm „URANIUM – is it a country?
Eine Spurensuche nach der Herkunft von Atomstrom“, im Universum Arthaus-Kino Heilbronn (Allee 4).
Mit Unterstützung von Umweltverbänden hat die Jugendinitiative “Strahlendes Klima” einen Film über Uranabbau erstellt.
Der Film begleitet das Uran innerhalb Australiens und auf seinem Weg bis zu den Atomkraftwerken in Deutschland und zeigt die alltäglichen Folgen von immensem Wasserverbrauch über kranke Arbeiter bis hin zu strahlenden Transporten, aber auch kreative Proteste gegen diese umstrittene Technologie.
Mehr im Internet unter www.strahlendesklima.de
Nach der Vorstellung stellte sich Gottfried May-Stürmer vom BUND Heilbronn-Franken den Fragen der Besucher.

Kategorie: Archiv BBMN | Erstellt am Donnerstag 19. März 2009

Vortrag über Umweltschäden durch Uranbabbau

Kirchheim, 11. März 2009

Der Arbeitskreis Kommunalpolitik Kirchheim und der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) hatten in Kirchheim einen Vortragsabend zum Thema Uranabbau veranstaltet. Referent war Peter Diehl vom WISE Uranium Project, der sich schon sehr lange mit der Thematik befasst hat. Diehl nahm die Besucher im gut gefüllten Raum 13 der “Alten Schule” auf kompetente und doch humorvolle Weise mit auf eine Reise durch die Welt in die großen Uranabbaugebiete z.B. in Kanada, Australien oder Kasachstan. Illustriert durch Fotos von den Bergwerken und Uranproduktionsanlagen wurde deutlich: Die Gewinnung dieses Rohstoffs ist mit katastrophalen Umweltauswirkungen verbunden. Nicht nur die Minen erstrecken sich über große Flächen, sondern vor allem auch der Abraum einer Mine kann dutzende von Quadratkilometern beanspruchen. Da das Erz meist weniger als ein Prozent Uran enthält, sind große Mengen des geförderten Gesteins letztendlich Abfall. Das Erz wird zur Herauslösung des Urans mit giftiger Säure oder Lauge versetzt und die nach Abtrennung des Urans entstandenen “Tailings” werden in riesige Absetzbecken geleitet. Insbesondere Gase wie Radon, aber auch andere radioaktive und chemisch giftige Stoffe gelangen von dort aus in das Grundwasser oder auf andere Weise in die Umwelt. Nirgendwo auf der Welt sei, so Diehl, das Problem der Abdichtung dieser -im Gegensatz zu Endlagern für Brennelemente- weithin unbekannten Atommülldeponien zufriedenstellend gelöst worden.

Kategorie: Archiv BBMN | Erstellt am Mittwoch 11. März 2009