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Ganz Aktuell
Viel zu sehen [30.01.2010] Bilderbogen zu den Veranstaltungen der letzten Tage
Dreikönigskundgebung am 06.01.2010 [07.01.2010] Unsere Dreikönigskundgebung gegen Atomenergie heute vormittag war ein großer Erfolg. Etwa 200 Atomkraftgegner versammelten sich um 10.30 Uhr vor dem Stuttgarter Opernhaus, wo um 11 Uhr die traditionelle Dreikönigskundgebung der Bundes-FDP begann. Trotz der Kälte gutgelaunt, trugen viele der Teilnehmer Antiatom-Königskronen und wärmten sich an den atomkritisch umgedichteten bekannten Liedern der Musiker rund um Uli Stiefel. In zwei Redebeiträgen wurde die FDP aufgefordert, endlich Fakten zu schaffen und die Atomkraftwerke, allen voran Neckarwestheim I, abzuschalten. schließlich trage dieser Uralt-Reaktor weniger als 1% zur deutschen Stromversorgung bei. Besonderer Höhepunkt der etwa 40minütigen Kundgebung war der Auftritt einer als Heilige Drei Könige verkleideten Performance-Gruppe. Sie überreichten in einem dramatischen Auftritt dem mit "FDP" gekennzeichneten Kind in der Krippe Plakate mit Forderungen für eine Energiewende. Als dann die reale FDP-Prominenz, darunter Parteichef Westerwelle sowie die Bundesminister Niebel, Brüderle und Rösler den Weg vom nahen Schlossgartenhotel zum Opernhaus nahm, kamen sie direkt an unserer Demonstration vorbei und bemerkten das bunte Treiben und die Plakate mit unseren Forderungen. Begleitet von lauten Sprechchören "Abschalten", nahm sich Westerwelle Zeit für ein paar kurze Worte. Abgeschlossen wurde unsere Veranstaltung von einer "Grabreden"-Aktion der Grünen Jugend Baden-Württemberg. Danke an alle Teilnehmenden und Mitwirkenden und: Wenn nicht abgeschaltet wird, dann kommen wir nächstes Jahr wieder! Fotos von der Aktion sind zu finden unter: http://www.cshare.de/folder/f799e3648abe814e35439106ef605533 Der Beitrag in der heutigen Tagesschau von 12 Uhr kann hier angesehen werden: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video632830.htmlHeilbronn: Atomkraftgegner spielen Evakuierung [04.01.2010] Die Energiewende Heilbronn, Mitglied im BBMN, führte am 12. Dezember eine symbolische Evakuierung nach Nürtingen durch. Hintergrund waren die bestehenden Katastrophenschutzpläne für den Fall eines Großunfalls im Atomkraftwerk Neckarwestheim. Hier den Nachbericht aus der Heilbronner Stimme vom 14.12.09: Es war ein Spiel. Und doch war es bitter ernst gemeint. 30 Atomkraftgegner vom Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn führten am Samstag vor Augen, wie eine plötzliche Evakuierung vonstatten gehen könnte. Horkheim, das steht im Katastrophenplan des Landes, wird im Fall eines Gaus, eines größt anzunehmenden Unfalls im Kernkraftwerk Neckarwestheim, nach Nürtingen evakuiert. Die Lauffener sollen sich auf den Weg nach Schwäbisch Hall machen, Flein fährt nach Künzelsau, Nordheim nach Öhringen. Die Heilbronner spielten den Fall Horkheim durch und fuhren nach Nürtingen. In Bademantel, mit Wärmflaschen unterm Arm, Kuscheltieren in Tierkäfigen, den Rasierschaum noch im Gesicht trafen sie sich zu ihrer ungewöhnlichen Demonstration auf dem Hauptbahnhof. Unterwegs verteilten sie Flugblätter, die ihren verblüffenden Auftritt erklärten. In Nürtingen überraschten sie mit der Information, dass die Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb im Notfall 4100 Horkheimer aufnehmen müsste. Bilder von der Aktion gibt es unter www.energiewende-hn.de
BBMN-Replik auf Gönner - Neckarwestheim nur 1% der deutschen Stromproduktion [10.12.09] BBMN-Pressemitteilung vom 10.12.09 Die Bundesregierung will im Herbst 2010 ein Energiekonzept vorlegen, in dem auch über die Zukunft der Atomenergie in Deutschland entschieden wird. Nach der derzeitigen Rechtslage hat aber Block I des Atomkraftwerks Neckarwestheim (GKN I) nur noch eine kleine Reststrommenge, die in den nächsten Monaten aufgebraucht ist. Nun hat die Umweltministerin von Baden-Württemberg, Tanja Gönner (CDU) gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" gefordert, dass die Türen für GKN I offen zu halten seien. Es solle jetzt -also vor Vorliegen des Energiekonzeptes- über eine Laufzeitverlängerung für diesen Altreaktor verhandelt werden. Vergleiche hierzu: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2310918_0_2147_-umweltministerin-will-neckar westheim-retten.html Dazu erklärt der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN), der Dachverband der Antiatominitiativen rund um das Atomkraftwerk Neckarwestheim: Neckarwestheim I hat mehrere Schwachstellen, die für die Sicherheit Bedeutung haben. Das sind insbesondere die unzureichende Erdbebensicherheit, die Gefahr von Hohlräumen im Untergrund und die fehlende Auslegung gegen den Absturz eines Großflugzeuges. Außerdem besitzt Neckarwestheim I als einziger deutscher Druckwasserreaktor nur drei Kühlkreisläufe statt der sonst üblichen vier. Deshalb sollte Neckarwestheim I baldmöglichst vom Netz. Überdies trägt das Kraftwerk mit 3787 Gigawattstunden in 2008 weniger als 1 % zur deutschen Stromproduktion bei. Es ist also verzichtbar - ein Großstörfall hingegen würde halb Baden-Württemberg unbewohnbar machen. Der Vorstoß von Umweltministerin Gönner ist zurückzuweisen. Neckarwestheim I muss abgeschaltet werden. Wegen weniger als 1 Prozent der deutschen Stromproduktion muss nicht das Risko eingegangen werden, dass Baden-Württemberg unbewohnbar wird.
Seit 30 Jahren Störfälle - Trauriges Jubiläum [28.03.09] Im März 1979 kam es im Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg zu einem dramatischen Störfall, der fast zur kompletten Kernschmelze führte. Nach nur 8 Monaten Betrieb war das Kraftwerk vollständig zerstört und ging nicht mehr in Betrieb. Die Atomkraft hatte ihre Unschuld vollends verloren. Gerne wird menschliche Versagen als Ursache genannt. Tatsächlich aber beherrschen die Menschen die Technik nicht und beide, Mensch und Technik, können nur Versagen.
Nicht vergessen: Ministerpräsidenten Erwin Teufel 1986: [01.02.09] "Die Weichen für Alternativen zur Kernkraft müssen heute gestellt werden und nicht erst im Jahr 2000. Jetzt muss erforscht und entwickelt werden, was später in Serie genutzt werden soll. Die Zukunft gehört nicht der Kernkraft, weil kein Mensch mit so großen Risiken leben will, wenn es risikoärmere, gefahrlosere Arten der Energieerzeugung gibt." |
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TERMINE
Podiumsdiskussion: Wem gehört das Stromnetz? Freitag 05.02.2010 19:30 - 22:00 Uhr im Kulturzentrum Ludwigsburg, Wilhelmstr. 9/1, Großer Saal In vielen baden-württembergischen Kommunen steht derzeit die Neuvergabe der Strom-Konzessionsverträge an. Damit entscheiden die Kommunen, weicher Energieversorger die nächsten 20 Jahre das jeweilige örtliche Stromnetz betreiben darf. Es ist keine leichte Aufgabe für die Kommunalpolitiker, sich durch das umfangreiche Informationsmaterial zu arbeiten, um dann die richtige Entscheidung zu treffen. Sollen die Kommunen ihr Stromnetz selbst betreiben, oder diese Aufgabe einem Energieversorgungsunternehmen übertragen? Ober die Vor- und Nachteile des Eigenbetriebs des Stromnetzes diskutieren auf dem Podium von BÜNDNIS9O/DIE GRÜNEN Ortsverband Ludwigsburg:Boris Palmer, Oberbürgermeister Tübingen Christoph Palm, Oberbürgermeister Fellbach Ursula Keck, Oberbürgermeisterin Kornwestheim Werner Spec, Oberbürgermeister Ludwigsburg Einführung: Jürgen Walter, MdL Moderation: Jobst Kraus (Evang. Akademie Bad Boll) In der anschließenden Fragerunde können sich die Zuhörerinnen und Zuhörer ein noch besseres Bild darüber verschaffen, ob die Kommunen ihr Stromnetz selbst betreiben sollten. Eine interessante Veranstaltung, insbesondere auch für Gemeinderäte!
Eine Aktion gegen Laufzeitverlängerung und mit Atommüllfässern plant die Grüne Jugend Hohenlohe. Samstag, 6. Februar 2010 Killiansplatz, Heilbronn Infos rechtzeitig vorher unter: http://www.gj-hohenlohe.jimdo.com
"Treffpunkt Anti-Atom" Montag, 8. Februar 2010, 20:00 Uhr Nebengebäude, "Café Hirsch" Kirchstr. 16 Besigheim zwischen Rathaus und Kelterplatz Das Treffen ist öffentlich und alle Interessierten sind herzlich eingeladen In den letzten Wochen sind bundesweit, regional und lokal viele Ideen entstanden, wie wir als Antiatombewegung öffentlich Druck machen können, damit schwarz-gelb nicht die Laufzeiten verlängert. Diese Ideen sollten wir in Ruhe beim „Treffpunkt Antiatom“ diskutieren und dort auch schon direkt mit der Vorbereitung beginnen. Jederzeit kann die Politik versuchen, Tatsachen zu schaffen, da sollten wir keine Zeit verlieren.
Einen Abend zum Thema Tschernobyl veranstaltet die IPPNW Stuttgart (Ärzte gegen Atomgefahren) am Freitag, 23. April 2010, 19:30 Uhr Bürgerzentrum West in Stuttgart. weitere Infos folgen
Mahn- und Gedenkaktion vor dem Atomkraftwerk Neckarwestheim Am Montag, 26. April 2010 (Tschernobyl-Jahrestag) weitere Infos folgen
Aus für Neckarwestheim I längst überfällig, Neckarwestheim |
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